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Fragen & Antworten

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn, 

vor Windenergie brauchen Sie keine Angst zu haben. 

 

Wir verstehen, dass nicht jeder mit dem Bau von Windrädern in seiner näheren Umgebung glücklich ist. Einige Argumente der Windkraftgegner entsprechen allerdings schlichtweg nicht der Wahrheit: Es gibt keinen gesundheitsgefährdenden „pulsierenden Infraschall“ (siehe Schallschutz) und auch kein „massenhaftes Vogelsterben“ (siehe Tierschutz). Tatsächlich leisten auch Windenergieanlagen im Wald einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz (siehe Klimaschutz). 

Wir bemühen uns, alle aufkommenden Fragen zu beantworten. Dafür stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung: Im persönlichen Gespräch oder hier auf dieser Website, wenn Sie uns Ihre Frage schreiben.

Weil auch Bäume CO₂ binden, so argumentieren Kritiker, sei es nicht sinnvoll an Waldstandorten Windenergieanlagen zu errichten, um klimafreundlichen Strom zu erzeugen. Grundsätzlich müssen wir alle Flächen, die wir für den Bau von Windenergieanlagen vorübergehend oder dauerhaft roden, an anderer Stelle gleichwertig wieder aufforsten. Insgesamt pflanzen wir sogar mehr Bäume neu als wir fällen, weil wir bei der Kompensation berücksichtigen müssen, dass wir ausgewachsene Bäume durch kleine, junge Bäume ersetzen. Die Wälder, die wir aufforsten, sind ökologisch wertvolle Mischwälder. Damit geht durch die Windenergieanlagen kein Wald verloren, im Gegenteil, die Windenergie fördert den ökologischen Waldumbau in Brandenburg.Unabhängig davon ist die Menge CO₂, die eine Windenergieanlage einspart, um ein Vielfaches höher als das, was Bäume speichern können. Dazu eine kleine Rechnung: Laut CO₂online bindet beispielhaft eine Buche pro Jahr ca. 12,5 Kilogramm CO₂. Kiefern, wie sie in der Bliesendorfer Heide vor allem wachsen, binden im Vergleich zu Buchen weniger CO₂. Für den Bau eines Windrades müssen für Standort und Zufahrt knapp 8.000 Bäume dauerhaft weichen. Diese 8.000 Bäume – in der Beispielrechnung Buchen – binden damit in einem Jahr etwa 100 Tonnen CO₂. Eine einzelne der Windenergieanlagen, die wir planen, spart pro Jahr über 10.000 Tonnen CO₂ ein, der gesamte Windpark jährlich 180.000 Tonnen. Weitere Informationen zu dem Thema Windenergie im Wald finden Sie unter „Wind im Wald – Mehr Wald und Brandschutz als vor dem Bau

Infraschall gehört zu den von Bürgerinitiativen in den vergangenen Jahren am intensivsten vorgebrachten Bedenken gegen Windenergie. Was ist Infraschall? Infraschall nennt man besonders tiefe Töne, die das menschliche Ohr in der Regel nicht mehr hören kann. In unserer Umwelt ist Infraschall allgegenwärtig: Wind erzeugt ebenso Infraschall wie eine Meeresbrandung oder ein Gewitter. Zu künstlichen Quellen von Infraschall gehören Straßenverkehr, Klimaanlagen oder Pumpen. Die Autos und LKWs, die über die A10 durch die Bliesendorfer Heide fahren, verursachen Infraschall. Auch Windenergieanlagen erzeugen, wie die meisten technische Geräte, Geräusche in einem breiten Frequenzspektrum, also auch tieffrequenten Schall. Die Pegel sind allerdings so gering, dass sie schon in kurzer Distanz weit außerhalb der Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen und auch einer möglichen Gesundheitsgefährdung liegen.Detaillierte Informationen zum Thema Infraschall finden Sie in dem Kapitel „Schallschutz – Leiser als der Wind in Bäumen und Büschen“.

Heinz Rudolph, Chef der Landesfeuerwehrschule in Brandenburg, erklärte kürzlich gegenüber der Märkischen Allgemeinen, dass Windparks den Wald sogar „eher sicherer“ machen würden (Vgl. Märkischen Allgemeinen). Der Fachmann nennt als Grund unter anderem, dass die Zufahrtswege zu den Windenergieanlagen es den Feuerwehren vereinfachen können, mögliche Brandherde in den Wäldern zu erreichen.

Moderne Windenergieanlagen verfügen über wirksame und geprüfte Brandschutzmechanismen. Windenergieanlagen, wie wir sie in der Bliesendorfer Heide planen, sind schon bei der Materialauswahl in der Turbine so gebaut, dass sich dort kein Feuer ausbreiten kann. Zusätzlich verfügen sie über automatische und doppelt gesicherte Feuerwarn- und Löschsysteme. Melden die Sensoren Rauch, schaltet die Anlage automatisch ab. Darüber hinaus müssen wir zusätzliche Löschwasserzugänge im Wald einrichten – diese helfen dann auch, wenn eine achtlos weggeworfene Zigarette einen Brand im Wald auslöst.

Die Windenergie schaut seit ihren Anfängen auf über 30 Jahre technologische Weiterentwicklung zurück – so wie Autos, sind auch Windenergieanlagen in dieser Zeit sicherer geworden und gelten für den Brandschutz heute als sicher.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter „Wind im Wald – Mehr Wald und Brandschutz als vor dem Bau“.

Eine Düne, mitten im Wald: Was ungewöhnlich klingt, ist in Brandenburg gar nicht so selten. Die Bogendüne Renneberge gehört zu den markanten Landschaftsmerkmalen in der Bliesendorfer Heide. Bei der Planung haben wir daher von Anfang an darauf geachtet, das Erscheinungsbild der Düne nicht zu beeinträchtigen. In unserem Auftrag hat der Geologe und Umweltberater Dr. Werner Stackebrandt einen „Bericht zur Eingriffsbewertung in die Parabeldüne Renneberge im Windpark Dachsberg“ erstellt. Das Ergebnis: Keine der geplanten Windenergieanlagen greift gravierend in das Erscheinungsbild der Düne ein. Hausaufgaben hat er uns trotzdem aufgegeben: Bei einer der Windenergieanlagen haben wir die Pläne für die Zufahrtswege und den Kranstellplatz geändert, um auch eine mögliche „geringfügige Beeinträchtigung“ zu vermeiden.„Waren schon die Beeinträchtigungen auf die Bogendüne nach altem Planungsstand als gering eingestuft worden, so sind diese nunmehr vollständig beseitigt“, urteilt Dr. Werner Stackeberg.

Die Gefahr von Unfällen an Windenergieanlagen ist sehr gering: Die Windenergieanlagen werden jedes Jahr oder sogar halbe Jahr gewartet. Wie beim Auto gibt es eine TÜV-Prüfung: Alle 2-4 Jahre werden die Anlagen auf Herz und Niere geprüft. Dazu gehören die Tragstrukturen, die Maschine einschließlich elektrotechnischer Einrichtungen des Betriebsführers- und Sicherheitssystems und die Rotorblätter. Der Bundesverband WindEnergie (BWE) geht jährlich bundesweit von etwa 10 Unfällen an Windenergieanlagen aus, dazu gehören Brände, Rotorblatt- oder Turmschäden. Bei bundesweit 30.000 installierten Windenergieanlagen ist das eine sehr geringe Zahl. Und die Auswirkungen für die Umgebung sind in der Regel gering – ganz anders als etwa bei einem Atomkraftwerk.Wie klein das Risiko ist, veranschaulichte BWE-Geschäftsführer Wolfram Axthelm kürzlich dem Spiegel gegenüber mit einem Vergleich: So sei die Versicherungsprämie einer Windenergieanlage für die Haftpflicht kaum teurer als die für ein Moped (Spiegel, Nr. 19 / 4.5.2019, S. 20).