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Klimaschutz

WINDPARK DACHSBERG:
GENUG STROM FÜR POTSDAM UND COTTBUS 

Die geplanten Windenergieanlagen in der Bliesendorfer Heide sollen jedes Jahr 270.000 Megawattstunden CO2-freien Strom produzieren. Das ist der Bedarf von 68.000 durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalten. Ohne regenerativen Strom aus der Windenergie können die Klimaziele von Brandenburg und Deutschland nicht erreicht werden.

Extreme Wettereignisse wie den Dürresommer 2018 und das trockene Frühjahr 2019 werden wir in Zukunft auch in Brandenburg häufiger erleben: Schon heute sehen wir die ersten Folgen der Klimakrise auch hier bei uns. 

Global führt die Erwärmung zu Artensterben und Hungersnöten. Immer mehr Menschen werden dabei aus ihrer Heimat vertrieben. 

Aus Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Kindeskindern müssen wir alle Anstrengungen unternehmen, um die Folgen des Klimawandels für die kommenden Generationen so gering wie möglich zu halten. Ein weiterer Ausbau der Windenergie ist dafür unverzichtbar. 

Jede einzelne der von uns geplanten Windenergieanlagen erzeugt CO2-freien Strom für etwa 3.760 Vier-Personen-Haushalte. Zusammengenommen werden die 18 Anlagen des Windparks damit fast 68.000 Haushalte mit Strom versorgen (ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt verbraucht ca. 4.000 kWh im Jahr). Oder auch eine Stadt mit 270.000 Einwohnern. Zum Vergleich: In Potsdam leben etwa 172.000 Menschen, in Cottbus 100.500. Der Windpark am Dachsberg könnte also die beiden größten Städte Brandenburgs vollständig mit Strom versorgen.

CO2-Einsparung: Wichtig fürs Klima

Wichtiger noch als der erzeugte Strom ist für das Klima die Einsparung von CO2. Im Vergleich zur konventionellen und fossilen Energieerzeugung werden die 18 Windenergieanlagen am Dachsberg jährlich über 180.000 Tonnen CO2-Emissionen vermeiden. Jede einzelne Windenergieanlage spart dabei ca. 10.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein (Berechnung auf Grundlage der „Emissionsbilanz erneuerbare Energieträger 2017“ vom Umweltbundesamt und dem CO2-Rechner vom BWE). Derzeit geht man davon aus, dass jeder Bundesbürger im Jahr statistisch für etwa 10 Tonnen CO2-Emissionen verantwortlich ist. Schon um das 2-Grad-Ziel zu erreichen, müssten die Pro-Kopf-Emissionen auf unter 2 Tonnen jährlich gesenkt werden (Vgl. „Klimaschutz in Zahlen“, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit).

Technische Daten der Anlagen (WEA = Windenergieanlage)

Anzahl WEA-Typ WEA-TypNennleistung (kW) Rotordurchmesser (m) Nabenhöhe (m) Stromertrag pro Anlage/Jahr am Standort Summe Stromertrag/Jahr
5 Vestas V150 4.200 150 145 13.609 MWh 68.045 MWh
12 Vestas V150 5.400 150 166 15.832 MWh 189.984 MWh
1 Vestas V150 4.200 136 149 12.517 MWh 12.517 MWh
Planungsstand: April 2019 Summe 270.546 MWh
 

Windenergie: Stromproduktion fast rund um die Uhr

Moderne Windenergieanlagen sind besonders für Standorte im Wald ausgelegt. Die Spitzen der Rotorblätter drehen sich selbst an ihrem niedrigsten Punkt noch in 80 Metern Höhe über dem Boden und damit weit über den Baumwipfeln. Damit sind sie weit weg vom Lebensraum der meisten Fledermäuse, aber auch von den Windzonen, in denen der Wind durch die Bäume gebremst wird. 

Dadurch laufen die Windenergieanlagen fast rund um die Uhr: Nur zu einem Zehntel der Zeit in einem Jahr stehen sie still, entweder, weil der Wind doch einmal zu schwach weht, oder weil wir (genehmigungsrechtlich garantiert!) auf die Flugzeiten von Fledermäusen Rücksicht nehmen (s. Tabelle). 

So wenige Stunden stehen moderne Windenergieanlagen im Jahr still:

Art des Stillstands Dauer des Stillstandes in Stunden/Jahr Prozent Stunden im Jahr (8760 h)
Zeiten mit Wind < 3 m/s (Startgeschwindigkeit) 360 4,1 %
Fledermausschutz 216 2,5 %
Lastmanagement 168 1,9 %
Wartung 48 0,6 %
Upgrade 48 0,6 %
Eisansatz 24 0,3 %
Schattenabschaltung 24 0,3 %
Geplante Netzabschaltungen durch Netzbetreiber (Wartung/Instandhaltung/Ausbau) 24 0,3 %
Sturm 24 0,3 %
Leistungsreduzierung Direktvermarktung 23 0,3 %
Sonstiges: Sicherheitsprüfung, Kabelentdrillung, regelmäßige Kontrolle 8 0,2 %
967 11,4 %
Demonstration in Potsdam: Fridays for Future

Das Land Brandenburg hat für seine Energiezukunft und für den Klimaschutz in Deutschland die notwendigen Ziele formuliert: Laut Energiestrategie sollen bis 2030 die Erneuerbaren Energien den gesamten Strombedarf decken und 44 Prozent vom gesamten Energiebedarf (inkl. Wärme und Verkehr). „Die Windkraft wird daran einen Anteil von 80 Prozent haben“, so der Wille des Landes.